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Was ist ein extra virgin?
Nur die besten Öle der Welt dürfen als extra
Virgin bezeichnet werden. Leider heisst die Antwort:
Es kommt drauf an. Erstens hat der Internationale
Oliven-Oel-Rat (International Olive Oil Council = IOOC mit
Sitz in Madrid), der die Standards festlegt, kürzlich
die Vorschriften verschärft. Das ist schon mal eine gute
Nachricht. Die schlechte Nachricht ist aber, dass einige Länder
nicht Mitglied des IOOC sind. Damit sind die Einteilungsvorschriften
des IOOC für diese Länder nicht bindend.
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Die Erklärung der Bezeichnung extra
virgin.
Bis zum Jahre 1995 bedeutete extra virgin einfach,
dass das Oel auf mechanischem Weg hergestellt wurde (also
gepresst und nicht chemisch raffiniert) und das der Oelsäuregrad
unter 1 Prozent lag. virgin-Oel war mechanisch
hergestellt, aber der Oelsäuregrad lag zwischen 1 und
3 Prozent, alle höheren Grade wurden als lampante
oder Lampenöl bezeichnet. Nur wenige Qualitätshersteller
befassen sich mit Oelen, die nicht extra virgin
sind. Im Jahr 1995 ergänzte der IOOC seine Vorschriften
für den extra virgin-Status damit, dass das
Oel einen guten Geschmack haben muss (was für ein Fortschritt).
Die Oele werden von Oelverköstigern auf ihre geschmacklichen
Eigenschaften getestet. Innerhalb einer Skala von 9 Punkten
muss ein Oel 6,5 Punkte erreichen, um die Bezeichnung extra
virgin zu erhalten. Sie haben vielleicht schon festgestellt,
dass in den Supermärkten Olivenöle unter der Bezeichnung
rein, original oder light
oder ähnlich angeboten werden. Dies bedeutet, dass diese
Oele grösstenteils raffiniert wurden. Sie sind wie Mais-,
Sonnenblumen-, Erdnuss oder ähnliche Oele: Sie sind wunderbar
zum Anbraten aber weitgehendst geschmacklos.
Erste Kaltpressung
Nur die traditionelle Methode presst die Olivenpaste
tatsächlich. Die Bezeichnung erste Kaltpressung,
die zur Bezeichnung besserer Qualitäten verwendet wird,
lässt sich auf die traditionelle Methode zurückführen,
wo das beste Oel aus dem ersten Pressvorgang stammte. Nachfolgende
Pressungen lösen zwar weiteres Oel aus, aber von schlechterer
Qualität. Wenn Sie sich an Ihren Physikunterricht in
der Schule erinnern: Eine Druckerhöhung bedeutet gleichzeitig
eine Temperaturerhöhung. Wenn also die Olivenpaste stärker
gepresst wird, was mehr Oel ergibt, wird gleichzeitig die
Temperatur erhöht. Erreicht die Paste eine Temperatur
von über 35 Grad C, verschlechtert sich die Qualität
des Oels. Deshalb ergibt die erste Kaltpressung
normalerweise auch das beste Oel.
Das mit der sinneola hergestellte Oel wird überhaupt
keinem Druck ausgesetzt, aber die Temperatur der Paste muss
trotzdem überwacht werden, damit sie möglichst tief
bleibt. Zentrifugen müssen sorgfältig kontrolliert
werden, damit die Paste nicht zu warm wird. Selbst ein Hersteller
mit einer modernen Einrichtung wird deshalb fälschlicherweise
die Bezeichnung erste Kaltpressung verwenden,
um damit zu zeigen, dass das Oel sorgfältig hergestellt
wurde.
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