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Datum | 06.02.2012    
 
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>> Schnecken - eine Delikatesse
 


Schnecken haben seit Urzeiten ihren Platz auf dem Speiseplan.
Gegessen werden die Weinberg- oder Gartenschnecken. Sie übertreffen alle anderen bei weitem an Größe und werden oft so groß wie ein Hühnerei. Man hält sie auch für die wohlschmeckendsten, weil sie von Feldkümmel, Dost und anderen gewürzhaften Kräutern leben, die ihnen einen besseren Geschmack mitteilen. An vielen Orten pflegt man die Schnecken auch zu mästen. Man sammelt sie im Sommer und legt in Teichen ordentliche Schneckenberge an oder hängt sie in Behälter, die mit einem Drahtgitter bedeckt sind, worin man sie ordentlich mästet, um sie im Winter in der Küche verwenden zu können. Man versendet sie nur in verkapseltem Zustand, das heißt, wenn sie, um ihren Winterschlaf zu halten, ihr Häuschen mit einer Kalkschicht verschlossen haben.


 

Verarbeitung:
Gekochte Schnecken: Nachdem man die Schnecken durch mehrere kalte Wasser gewaschen hat, werden sie in siedendem Wasser und reichlich Salz aufs Feuer gesetzt und so lange gekocht, bis der Deckel sich vom Häuschen löst. Nun hebt man die Schnecke mit einer Nadel leicht heraus und beseitigt das schwarze Ende, also den Darm, sowie das Harte am Kopfe. Jetzt wird die so gereinigte Schnecke durch mehrere warme Wasser gewaschen, dann in einem Tuch mit reichlich Salz abgerieben, worauf man sie nochmals durch mehrere Wasser seiht, bis aller Schleim weg ist. Hierauf werden die Schnecken mit Butter und feingehackten Zwiebeln gut durchgedämpft, endlich mit einem Glas Weißwein abgelöscht und vollends weichgekocht. Alsdann macht man eine kleine Mehlschwitze, rührt den Fond der weichgekochten Schnecken hinzu, kocht auf, schmeckt mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat ab, gibt die Schnecken in die Sauce und serviert sie heiß.

Geröstete Schnecken: Die gekochten Schnecken zieht man mit einer Spicknadel aus dem Gehäuse, so lange sie noch heiß sind. schneidet Kopf, Schweif und die Steine weg, wiegt sie fein auf und läßt sie in Butter mit fein gewiegter Zwiebel, grüner Petersilie und Bröseln rösten, zum Schluß gibt man noch etwas fein gewiegte Sardellen dazu.


DAS SCHNECKEN - REZEPT


Schnecken mit Kräuterbutter

1000 g Butter,
25 g Salz,
5 g Pfeffer,
50 g Knoblauchfein geschnitten,
35 g Schalotte fein geschnitten,
90 g Petersilie,fein geschnitten

Die Zutaten werden miteinander geknetet. Anschließend wird ein wenig Kräuterbutter ins Innere einer Schneckenhaus gegeben, (pro Schneckenhaus ca. 1 TL) ein wenig gekochtes Schneckenfleisch aufgelegt und dann ganz aufgefüllt. Die gefüllten Schneckenhäuser auf
eine Schneckenpfanne/Teller geben. Im Backofen 200 Grad backen bis die Kräuterbutter Blasen wirft und dann heiß auf Schneckentellern serviert.


Guten Appetit !

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Wussten Sie schon,
Schnecken sind Zwitter, d.h. jede Schnecke kann Eier legen und zwar z.T. bis zu 800 Eier im Jahr! Sie sehen aus wie weiße Perlen und werden unter Steinen, Grassoden und an anderen, geschützten und feuchten Stellen versteckt. Im Sommer schlüpfen die Tiere nach kurzer Zeit, im Herbst gelegte Eier überwintern und im Frühling schlüpft die nächste Generation.

     
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