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Unter Degustation versteht man die sensorische
Analyse der Weinqualitäten. Es ist wichtig, dass
eine Degustation unter den bestmöglichsten Bedingungen
stattfindet:
Drei Sinne werden bei der Degustation besonders gefordert: das
Sehen, der Geruchs und der Geschmackssinn.
Der beste Zeitpunkt ist, wenn wir anfangen, mit Vergnügen
an ein baldiges Essen und Trinken zu denken, d.h. am Ende des
Vormittags oder gegen Abend.
Kein Rauch
Kein Parfüm
Es muss vermieden werden, dass die Geschmackssinne durch andere
Gerüche beeinträchtigt werden. Das Analysieren von
Aromen und Geschmacks- richtungen verlangt eine starke Konzentration.
Der Wein ist ein edles Produkt, so dass man sich davor scheut,
ihn auszuspucken. Dennoch, um seine Analysefähigkeit zu
bewahren, wenn man 10 bis 12 Weine degustiert, ist es im Sinne
der Konzentration unerlässlich, Wein auszuspucken.
Der Raum sollte gut belüftet und hell sein, die Raumtemperatur
zwischen 18 und 20 Grad Celsius liegen
Das Zubehör
Der Tisch sollte mit weissen Tischsets belegt sein, damit die
Farbe des Weins nicht verfälscht wird. Die offiziellen
Degustationsgläser der INAO eignen sich am besten für
eine seriöse Degustation. Zum Spucken und Leeren des restlichen
Weines sollten Gefässe bereitgestellt werden. Ebenfalls
sollte Weissbrot und Wasser ohne Kohlensäure vorhanden
sein, damit man zwischen den Weinen den Gaumen neutralisieren
kann.
Der Ablauf der Degustation
Wie viele Weine ? Mit etwas Übung schafft man zwölf
Weine pro Abend. Eine grössere Anzahl verlangt Routine.
Generell gilt folgende Regel: Junge Weine vor älteren,
leichte vor kräftigen, gerbstoffarme vor gerbstoffreichen.
Bei Weissweinen solche mit weniger Säure vor denen mit
mehr Säure.
Alle Weine sollten mit dergleichen Temperatur degustiert werden.
Diese ist etwas höher als die normale Serviertemperatur,
ca. 10 Grad für Weissweine und 14 Grad für Rotweine.
Bei einer Weindegustation beginnt man immer mit dem links aussenstehenden
Glas, das die Nr. l bekommt, das nächste die Nr. 2, usw.
Wichtig ist, dass die Positionen der Gläser während
der ganzen Degustation nicht mehr verändert werden.
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| Wussten Sie schon ?... |
Korrekte Temperaturen:
Rotwein
Junge, leichte Rotweine: 12 bis 15 Grad C.
Reife, gehaltvolle Rotweine:
17 bis 20 Grad C.
Zu hohe Temperatur (über 20 Grad C) lässt den Gerbstoff-
und Alkoholgehalt dominant hervortreten. Säuren sind hingegen
kaum schmeckbar. Der Wein wirkt "müde", da er
an Frische verliert. |
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