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Datum | 06.02.2012    
 
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>> Wissenswertes über Retsina
 

Der Retsina, eine erfrischende Weißweinspezialität aus Griechenland, besticht durch sein außergewöhnliches Aroma. Hier erfahren Sie mehr über seinen Ursprung.

Retsina das Blut der Erde

Dieser geharzte, trockene Wein gilt im Ausland als die griechische Spezialität, vielleicht sogar als Synonym für griechische Weißweine schlechthin. Gut gekühlter Retsina kann ein köstlicher Wein sein. Sein historischer Ursprung liegt im antiken Hellas. Die alten Hellenen hatten ein Problem mit der Haltbarmachung und Lagerung des Weines. Sie lösten dieses, indem sie ihre Amphoren und Krüge, oben mit einer Schicht aus Pinienharz, Öl, manchmal auch Gips abdichteten. Flaschen und damit die Flaschengärung gab es damals noch nicht. Diese Schicht dichtete den Wein gegen den Sauerstoff ab und das Harz gab sein Aroma an den Wein weiter. Im Laufe der Zeit gewöhnte man sich an den Geschmack und behielt diese Art der Verarbeitung bei. Tatsache ist jedenfalls, dass dieses Harzen des Weines in Griechenland zur lieben Tradition wurde, die bis zum heutigen Tag gepflegt wird.


 

 

Heute darf einem Hektoliter Retsina höchstens ein Kilogramm Pinienharz beigemengt werden. Dadurch wird die Oxidation des Weines verhindert. Darunter versteht man die Reaktion des Weines mit dem Sauerstoff. Bei der Weinbereitung ist dies ein sehr wichtiger Vorgang, der nur in kontrollierter Form zugelassen wird.

Das dem Retsina beigegebene Harz bleibt aber nicht im Wein, sondern wird beim sogenannten Schönen und Filtrieren des Weines ausgefällt. Aber es verleiht ihm seinen Geschmack, der für diejenigen, die ihn zum ersten Mal trinken, so ungewöhnlich ist.

Es gibt weiße, rosé und rote Retsina-Weine. Der weiße Retsina wird in Griechenland am meisten getrunken. Er wird aus der Traubensorte Savatiano, manchmal auch aus der Roditis gewonnen. Der geharzte Rosé, Kokkineli genannt , wird aus den Sorten Savatiano und Mandilari erzeugt. Der rote, eigentlich sehr seltene Retsina wird nur aus der Mandilari-Traube gekeltert.

Retsina sollte nur ganz jung, also im ersten oder zweiten Jahr getrunken und immer gekühlt
(7 bis 9 Grad) serviert werden. Dann hat er seine hellgelbe Farbe und seinen typischen Geschmack, spritzig, trocken und mit einer bitteren und säuerlichen Note. Der Retsina passt gut zur pikanten, würzigen griechischen Küche, wird aber ebenso als Aperitifwein getrunken.

Retsina muss einer der Weine sein, die Udo Jürgens besang:
"Griechischer Wein, schmeckt wie das Blut der Erde, schenk noch mal ein..."

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Es gibt eine spezielle Zivilisation des Weines, das ist diejenige, wo die Menschen danach streben sich kennen zu lernen und nicht, sich zu bekämpfen.

 
     
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