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Heute darf einem Hektoliter Retsina höchstens ein Kilogramm
Pinienharz beigemengt werden. Dadurch wird die Oxidation des
Weines verhindert. Darunter versteht man die Reaktion des
Weines mit dem Sauerstoff. Bei der Weinbereitung ist dies
ein sehr wichtiger Vorgang, der nur in kontrollierter Form
zugelassen wird.
Das dem Retsina beigegebene Harz bleibt aber nicht im Wein,
sondern wird beim sogenannten Schönen und Filtrieren
des Weines ausgefällt. Aber es verleiht ihm seinen Geschmack,
der für diejenigen, die ihn zum ersten Mal trinken, so
ungewöhnlich ist.
Es gibt weiße, rosé und rote Retsina-Weine.
Der weiße Retsina wird in Griechenland am meisten getrunken.
Er wird aus der Traubensorte Savatiano, manchmal auch aus
der Roditis gewonnen. Der geharzte Rosé, Kokkineli
genannt , wird aus den Sorten Savatiano und Mandilari erzeugt.
Der rote, eigentlich sehr seltene Retsina wird nur aus der
Mandilari-Traube gekeltert.
Retsina sollte nur ganz jung, also im ersten oder zweiten
Jahr getrunken und immer gekühlt
(7 bis 9 Grad) serviert werden. Dann hat er seine hellgelbe
Farbe und seinen typischen Geschmack, spritzig, trocken und
mit einer bitteren und säuerlichen Note. Der Retsina
passt gut zur pikanten, würzigen griechischen Küche,
wird aber ebenso als Aperitifwein getrunken.
Retsina muss einer der Weine sein, die Udo Jürgens besang:
"Griechischer Wein, schmeckt wie das Blut der Erde, schenk
noch mal ein..."
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